|

Daphne de Vrijer, Tochter von Katharina Turecek und Vincent de Vrijer
geboren am 18. Jänner 2011 um 10:01
|
|
Gedächtnistipp: Listen einprägen |
|
16. Oktober 2010
Entwickeln Sie Symbole für die Zahlen 1 bis 10.
Für die Zahl 2 können Sie sich beispielsweise einen Schwan vorstellen, da die Form der Zahl an einen Schwan erinnert. Die Zahl 4 erinnert Sie möglicherweise an einen umgedrehten Stuhl, aus der 7 kann ich eine Flagge zeichnen und die 8 verwandelt sich mit ein wenig Fantasie in einen Schneemann. Zahlensymbole, einmal entwickelt, bleiben Ihnen ein Leben lang! Nehmen Sie sich zwei Minuten Zeit, um Ihre persönlichen Zahlenbilder zu entwickeln.
So nützen Sie Ihre Zahlenbilder:
Wenn Sie sich eine Auflistung einprägen wollen, die aus 10 Punkten besteht wie etwa die 10 Baderegeln, die 10 Gebote oder die 10 wichtigsten Kinderrechte können Sie die Zahlenbilder als mnemotechnische Hilfe einsetzen.
Verknüpfen Sie Ihre Zahlenbilder mit den Kinderrechten.
Die UN-Kinderrechtskonvention wurde 1989 beschlossen. Jedes Kind verfügt über grundlegende politische, soziale, ökonomische, kulturelle und bürgerliche Rechte. UNICEF Deutschland hat die umfassende Konvention in 10 grundlegende Rechte zusammengefasst (UNICEF Deutschland, 2009):
1. Gleichheit (Schutz vor Diskriminierung) 2. Gesundheit (Recht auf Leben und medizinische Behandlung) 3. Bildung 4. Spiel und Freizeit 5. Freie Meinungsäußerung und Beteiligung 6. Gewaltfreie Erziehung 7. Schutz im Krieg und auf der Flucht 8. Schutz vor wirtschaftlicher und sexueller Ausbeutung 9. Elterliche Fürsorge 10. Besondere Fürsorge und Förderung bei Behinderung
Gedächtnistraining: so merken Sie sich die Kinderrechte Zwei Beispiele:
4 – Sessel: Recht auf Spiel und Freizeit Stellen Sie sich ein kleines Kind vor, das auf einem Sessel sitzt und vergnügt spielt.
7 – Flagge: Schutz im Krieg und auf der Flucht Ein Kind, das eine weiße Flagge schwenkt, könnte Sie an dieses Kinderrecht erinnern.
Verknüpfen Sie auf diese Art und Weise Ihre Zahlenbilder mit den entsprechenden Kinderrechten um die Kinderrechtskonvention gut in Ihrem Gedächtnis zu verankern.
Referenz: Turecek, K. (2009). Handbuch Studium. Wien, Hubert-Krenn-Verlag |
„merkwürdig“ aus Sicht der Gehirnforschung 25. Februar 2010
Merk|wür|dig <Adj.>: Staunen, Verwunderung, manchmal auch leises Misstrauen hervorrufend; eigenartig, seltsam.
Teilt man den Begriff „merkwürdig“ in „merk“ und „würdig“ entsteht eine ganz neue Bedeutung:
Merk-würdig: Würdig, gemerkt zu werden.
Je eigenartiger, seltsamer eine Situation ist, desto eher werden wir uns später daran erinnern. Eselsbrücken, kreative Lernstrategien und Mnemotechniken nützen diesen Effekt gezielt aus.
Jetzt hat ein deutsches Forschungsteam rund um den Gehirnforscher Nikolai Axmacher die neuronale Basis für dieses Phänomen aufgezeigt. Beim intrakraniellen EEG werden Elektroden statt außen an der Schädeloberfläche innen, direkt an den untersuchten Strukturen angebracht. So konnten gezielt Hippocampus, die Pforte in unser Gedächtnis, sowie Nucleus Accumbens, zentraler Spieler des Belohnungssystems beobachtet werden. Den Versuchspersonen wurden nun Bilder zweier Kategorien gezeigt. Eine Kategorie diente als Hauptinput. So sahen die Versuchspersonen beispielweise hauptsächlich Gesichter. Die andere Kategorie wurde als Überraschungseffekt eingespielt. Zwischen all den Gesichtern tauchte dann etwa auf einmal das Bild eines Hauses auf. In später folgenden Gedächtnistests erinnerten sich die Versuchspersonen besser an die überraschenden Bilder. Im heute in der Zeitschrift „Neuron“ erschienen Artikel beschreiben Axmacher und seine KollegInnen eine mögliche neuronale Basis für diesen Effekt. Das überraschende Element löst ein Signal im Hippocampus aus. Aus den Erinnerungen vorangegangener Eindrücke wird im Hippocampus vorberechnet, welche Situation als nächstes erwartet wird. Stimmt die tatsächlich eintretende Situation nicht mit der Vorhergesagten überein, sendet der Hippocampus etwa 200 ms nach der Überraschung ein „Neuigkeitssignal“ (novelty signal). Über eine postulierte Schlaufe zwischen Hippocampus und Nucleus Accumbens wird nun zunächst der Nucleus Accumbens aktiviert, der seinerseits etwa 500 ms nach der Überraschung ein „Merkwürdigkeitssignal“ (saliency signal) zurücksendet und so mithilfe des Botenstoffes Dopamin den Hippocampus stimuliert, die merkwürdige Situation abzuspeichern. Referenz: Axmacher, N. (2010). Intracranial EEg Correlates of Expectancy and Memory Formation in the Human Hippocampus and Nucleus Accumbens. Neuron, Vol 65, Issue 4, 541-549 |
|
Kritzeln ist gut fürs Gedächtnis! |
|
14. März 2009 Ertappen Sie sich selber bei Telefongesprächen dabei, wie Sie die Schreibtischunterlage mit sinnlosen Schnörkseln verzieren? Sind Ihre Mitschriften von Vorträgen und Meetings gekennzeichnet von unförmigen Comic-Figuren? Die britische Forscherin Jacky Andrade hat nun gezeigt, dass derartige kreative Ergüsse durchaus ihren Sinn haben: Sie fördern Ihr Aufmerksamkeit und damit Ihr Gedächtnis! Wir können uns tatsächlich besser an wichtige Details eines Telefongesprächs erinnern, wenn wir währenddessen auf ein Stück Papier kritzeln dürfen. Das zeigen zumindest die Daten der aktuellen Studie aus Großbritannien: So schnitten „zeichnende“ Versuchspersonen bei einem unerwarteten Gedächtnistest nach einem fiktiven Telefongespräch besser ab als die Kontrollgruppe. Anscheinend halten uns Bleistift und Papier von Tagträumen ab und fördern so die Aufnahme von Informationen aus trockenen und potentiell langweligen Telefonaten und Vorträgen. Referenz: Andrade, J. (2009). What does Doodling do? Applied Cognitive Psychology |
|
jung geblieben: Älteste Frau der Welt war geistig fit! |
|
28. September 2008 Im Jahr 2005 starb Hendrikje van Andel-Schipper im Alter von 115 Jahren. Die Niederländerin war damals die älteste Frau der Welt. Niederländische Gehirnforscher hatten die Chance, ihr 115 Jahre altes Gehirn post-mortem zu untersuchen. Zu ihrer Überraschung zeigte das Gehirn der Frau kaum Alterserscheinungen. Die versorgenden Blutgefäßen waren so gut wie frei von von Atherosklerose. Ablagerungen und Veränderungen wie sie zum Beispiel bei Demenzerkrankungen wie Alzheimer vorkommen, wurden ebenfalls vergeblich gesucht. Selbst die Anzahl der Gehirnzellen konnte sich sehen lassen: Sie war vergleichbar mit der Neuronenzahl von gesunden 60-80jährigen. Hendrikje van Andel-Schipper hatte bereits mehr als dreißig Jahre vor ihrem Tod ihren Körper der Wissenschaft gewidmet. Mit 111 Jahren kontaktierte sie die Universität von Groningen erneut in der Sorge ihr Körper wäre möglicherweise bereits zu alt und wissenschaftlich uninteressant. Dr. Holstege nütze die Gelegenheit, Frau Andel-Schipper kennenzulernen. Bereits damals verblüffte die humorvolle Dame mit ihrer geistigen Fitness.Trotz schlechter Augen schnitt sie bei kognitiven Tests besser ab als 60-75 jährige Versuchspersonen: sie hatte ein hervorragendes Gedächtnis und eine gute Konzentrationsfähigkeit. "Unsere Beobachtungen zeigen, dass die Grenzen menschlicher geistiger Leistungsfähigkeit weiter reichen als die meisten Personen zur Zeit nützen und dass Gehirnerkrankungen selbst in über-Hundert-Jährigen, nicht unvermeidbar sind." so die niederländischen Forscher in ihrem Bericht. denDunnen, W., Brouwer, W., Bijlard, E., Kamphuis, J., vanLinschoten, K., Eggens-Meijer, E., Holstege, G. (2008) No disease in the brain of a 115-year-old woman. Neurobiology of Aging, Volume 28, Issue 8, pages 1127-1132 |
|
Der Schlüssel zur Weisheit |
10. August 2008
Schlüssel verlegt und schon wieder zwei Namen verwechselt? Derartige kleine Fehlgriffe im Alltag sind zwar ärgerlich, aber nicht unbedingt ein Zeichen von nachlassender Gehirnleistung. Im Gegenteil. Mit dem Alter steigt die Anzahl an Informationen, derer wir uns gleichzeitig bewusst sein können. Ganz klar, dass es da mal zu Verwechslungen kommen kann. Aber insgesamt sehen Gehirnforscher in dieser Eigenschaft einen klaren Vorteil. So schneiden ältere Versuchspersonen zwar häufig bei Konzentrationsaufgaben schlechter ab und scheinen sich leichter durch unnötige Details ablenken zu lassen. Keine verlorene Zeit, erklärt Lynn Hasher von der Universität in Toronto. In einem Zweittest, bei dem just die unnötigen Details aus der ersten Runde Bedeutung bekommen, schnitten die scheinbar „unkonzentrierten“ Personen deutlich besser ab als die jüngere Vergleichsgruppe. Ein potentieller Schlüssel zur Weisheit ist also diese breitere Aufmerksamkeit, die Fähigkeit, auch kleine Details bewusst aufzunehmen. Denn Einzelheiten, die zwar zur Erreichung des momentanen Ziels unwichtig sind, können im nächsten Moment bedeutend sein. So fasst Jacqui Smith von der Universität Michigan zusammen: Diese Forschungsergebnisse stimmen mit unserem Konzept von Weisheit überein. Wenn ältere Personen mehr Informationen einer Situation aufnehmen und diese auch noch mit ihrem umfangreichen Hintergrundwissen kombinieren, haben sie einen netten Vorteil.
Referenz:Healey, M.K.; Campbell, K. L. & Hasher, L. (2008) Cognitive aging and increased distractibility: Costs and potential benefits. Progress in Brain Research, Vol 169, p 353-363 |
|
Gedächtnistraining steigert die allgemeine Intelligenz |
|
10. Juli 2008
Als fluide Intelligenz bezeichnen Psychologen die Fähigkeit, Probleme zu lösen. Sie spielt damit eine entscheidende Rolle bei Lernvorgängen und steht in engem Zusammenhang mit akademischem und beruflichem Erfolg. Fluide Intelligenz wurde lange Zeit als unveränderbar angesehen. Zu unrecht, wie eine aktuelle Studie zeigt. Ein Forscherteam der Universität Michigan hat erfolgreich die fluide Intelligenz ihrer Versuchspersonen gesteigert. Teilnehmende Personen absolvierten ein spezielles Übungsprogramm um Ihr Arbeitsgedächtnis zu trainieren. Das Ergebnis war eindeutig: Je länger und intensiver das Gedächtnistraining, desto höher stieg die Problemlösefähigkeit der Probanden. Dieser Zusammenhang zwischen Arbeitsgedächtnis und allgemeiner Intelligenz ist bekannt, erklärt Forscherin Susanne Jaeggi. Ein besseres Arbeitsgedächtnis hilft Personen laufend Ihre Leistung zu kontrollieren, irrelevante Eindrücke zu ignorieren, mehrere Informationen gleichzeitig zu verarbeiten und Zusammenhänge zu finden. All das sind Fertigkeiten, die der Problemlösefähigkeit zugute kommen.
Referenz: Jaeggi, S.M.; Buschkuehl, M.; Jonides, J. & Perrig, W.J. (2008) Improving fluid intelligence with training on working memory. PNAS, vol. 105, no. 19, p 6029-6022 |
|